ING-DiBa Talentsichtung mit gelungener Premiere in Koblenz

Am vergangenen Wochenende fand das zweite Vorturnier des Nachwuchsprojektes „Talente mit Perspektive“ statt. Das vom Hauptsponsor des Deutschen Basketball Bundes, der ING-DiBa, unterstützte Projekt gastierte zum ersten Mal am deutschen Eck zwischen Main und Mosel. Mit toller Unterstützung des Basketball-Verbandes Rheinland-Pfalz und der SG Lützel/Post Koblenz konnten in Koblenz perfekte Rahmenbedingungen geschaffen werden.  Der Koblenzer Oberbürgermeister Joachim Hoffmann-Göttig begrüßte die Nachwuchstalente am Samstagmorgen höchstpersönlich und wünschte den 84 Jugendlichen der sieben angereisten Landesauswahlmannschaften ein erfolgreiches Turnier. Vor den Augen der Jugend-Bundestrainer Alan Ibrahimagic, Harald Stein und Kay Blümel boten die Talente im Anschluss tolle Spiele und kämpften verbissen um einen der 24 Plätze im Regionalkader, welche für die Teilnahme am Finalturnier vom 15. -17. April 2016 in Heidelberg berechtigen. Die vielen mitgereiste Eltern sorgten dabei für eine stimmungsvolle Atmosphäre in der Sporthalle des Gymnasiums Karthause in Koblenz und erlebten zwei spannende Turniertage, an denen sich die Mannschaft aus Bayern am stärksten präsentierte und das Finale am Sonntag gegen Hessen mit 41 zu 27 für sich entscheiden konnte.

Die Altersgruppen der unter 13-Jährigen bei den Jungs und der unter 14-Jährigen bei den Mädchen durchlaufen beim „Talente mit Perspektive“-Projekt die erste Sichtungsphase auf Bundesebene. Die frühzeitige Förderung der Talente ist auch die Leitidee des Projektes, welches durch den Namensgeber ING-DiBa bereits im neunten Jahr unterstützt wird. Durch die Auswahl des ING-DiBa Perspektivkaders (12 Mädchen, 12 Jungen) in Heidelberg soll den Jugendlichen der Sprung in die Junioren-Nationalmannschaften erleichtert werden. Bei der Eröffnungsrede wies Bundestrainer Kay Blümel darauf hin, dass aus dem großen Talentpool leider nur 24 Spieler ausgewählt werden können. Er motivierte alle, das Bestmögliche an diesen zwei ereignisreichen Tagen zu geben. An diejenigen, die nicht in die enge Auswahl gewählt werden, appellierte er, nicht den Mut zu verlieren, da solche Sichtungsturniere alljährlich stattfinden und immer wieder aufs Neue die Möglichkeit bieten sich zu zeigen. Deshalb sollen die Jugendliche, die sich noch am Anfang ihrer langen sportlichen Laufbahn befinden, auch bei einer Nichtberücksichtigung den großen Traum, Basketball-Profi zu werden, auf keinen Fall abschreiben.

Am ersten Tag untermauerten die Teams aus Hessen und Bayern ihre Favoritenrolle. Sie gewannen in ihren Gruppen jede ihrer Partien mit mehr als 20 Punkten Differenz. Ein Kopf an Kopf-Rennen lieferten sich die Mannschaften aus Thüringen und Baden-Württemberg. Am Ende konnten die kämpferischen Thüringer einen knappen 44:42 Sieg bejubeln.

Am Sonntag standen dann die Platzierungsspiele auf dem Programm. Zunächst spielten die drei Mannschaften aus dem Osten der Republik die Plätze 5-7 untereinander aus. Im ersten Spiel setzte sich Sachsen verdient mit 31:26 durch, musste sich aber im Anschluss der Anhalt-Auswahl mit 43 zu 34 geschlagen geben, die sich damit den 5. Platz sicherten. Eine ganz klare Angelegenheit war das Spiel um Platz drei, wo Baden Württemberg die SG Rheinland-Pfalz/Saarland keine Chance ließ und ein deutliches 51:28 erspielten.

Das mit Spannung erwartete Finale zwischen Bayern und Hessen bot insbesondere in der ersten Halbzeit Spannung pur. Beide Mannschaften waren auf gleicher Augenhöhe. Am Ende hatte Bayern die längere Ausdauer und sicherte sich den Turniersieg mit 41 zu 27.

Die abschließende Siegerehrung, bei der Jugend-Bundestrainer Kay Blümel die starke Leistung der Spieler hervorhob, rundete das erfolgreiche Wochenende ab. Sein anschließender Dank galt neben den Spielern auch den Eltern, Trainern und zahlreichen Helfern. Auch Marco Marzi (Präsident Basketball-Verband Rheinland Pfalz) hob das Engagement aller Beteiligten noch einmal hervor.  Bevor die Teilnehmer ihren Heimweg antraten, wurde es jedoch noch einmal so still, wie nie zuvor an diesem Wochenende. Bei der Nominierung warteten alle Spieler gebannt darauf, ihren Namen zu hören.

Das Turnierergebnis im Detail

1. Bayern
2. Hessen
3. Baden-Württemberg
4. SG Rheinland-Pflaz/Saarland
5. Sachsen-Anhalt
6. Sachsen
7. Thüringen

Regionalkader

Folgende 24 Spieler wurden für das Finalturnier in Heidelberg nominiert:

Team Koblenz 1:

Jakob Hanzalek (TV Memmingen), Dominic Tittmann (BV Chemnitz 99); Alexander Rib (BSG Ludwigsburg), Mika Heldmann (Eintracht Frankfurt), Benjamin Schröder (FC Bayern München Basketball), Louis            Kern (USV Halle), Alessio Santagati (Eintracht Frankfurt), Alexander Degen (TVG Basket Trier), Ivan Borissov (FC Bayern München Basketball), Clément Veysset (TV Hofheim), Owen Irorere (BSG Ludwigsburg), Kilian Kriegbaum (TSV Lohr)

Team Koblenz 2:

Jonas März (SB DJK Rosenheim/FC Bayern München Basketball), Maximilian Charlier (Tübinger SV), Oskar Franz (Science City Jena), Mika  Quasebart (TG Hochheim), Maximilian Langenfeld (Baskets Völklingen), Luis Wulff (FC Bayern München Basketball), Jannik Godau (USV Halle), Lucas Deetjen (TV Hofheim), Michael Rataj (TSV Schwaben Augsburg), Enes Jugo (HTG Bad Homburg), Lennard Berger (Ratiopharm Ulm), Paris Wichterich (HTG Bad Homburg)

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